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2017 in der Zusammenfassung

Der TSV Lindau wünscht einen guten RutschIm abgelaufenen Jahr hatten wir in unserem Verein sehr schöne, aber auch sehr traurige Tage. Auf der Seite der schönen Tage steht sicher die Verleihung der Sportplakette des Bundespräsidenten durch Bayerns Sportminister Joachim Herrmann. Stellvertretend für die traurigen Tage ist sicher der Tod unseres Ehrenmitglieds und 2. Vorsitzenden Heribert Hostenkamp zu sehen.

Das Jahr 2017 hatte viele denkwürdige Tage für uns. Bereits im Januar entschieden die Mitglieder des 1. Lindauer Petanque Clubs, sich dem TSV Lindau anzuschließen und neu als Abteilung Boule an den Start zu gehen. Die Entscheidung zum Zusammenschluss fiel dabei mit nur einer Gegenstimme und dabei mit rund 96% Zustimmung. Bei der Mitgliederversammlung des TSV Lindau wurde ebenfalls über die Verschmelzung abgestimmt, die neue Abteilung Boule wurde von den Mitgliedern des TSV Lindau einstimmig aufgenommen.

Bei den Ehrungen am Anfang des Jahres für die Erfolge im Sportjahr 2016 war unser Verein wieder einmal sehr stark vertreten. Bei der Sportkreis Jugendehrung hielten vor allem die Judokas und die Schwimmer die Fahne des Vereins hoch. Die Sportlerehrung der Stadt Lindau wurde einmal mehr von den Schwimmern des TSV dominiert, die Judokas waren auch hier ebenfalls gut dabei.

Im Sportjahr 2017 feierten einige Mannschaften schöne Erfolge, die Handball Herren schlossen die Kreisliga A als Meister ab und stiegen damit in die Bezirksklasse auf. Die Faustballer beendeten die Feldrunde auf dem Relegationsplatz und konnten trotz verlorener Aufstiegsspiele noch in die Verbandsliga aufsteigen. Unsere Leichtathletikabteilung veranstaltete zusammen mit dem TSV Oberreitnau die Internationale Bodensee Leichtathletikmeisterschaft 2017 in Lindau und sorgte für eine reibungslose Veranstaltung. Bei den Schwimmern war die Seedurchquerung mit 300 Startern erstmals ausgebucht.

Organisatorisch war im Jahr 2017 sicherlich die Verschmelzung des 1. Lindauer Petanque Clubs mit dem TSV bestimmend, vor allem im ersten Halbjahr waren dazu einige Termine notwendig. Wir hatten uns – im Nachhinein richtig – entschieden, die Verschmelzung ohne Beratungsfirma oder sonstige externe „Helfer“ durchzuführen, damit wir alle für evtl. zukünftige Anfragen bezüglich einer Verschmelzung mehr lernen. Dieser Effekt verschwindet leider komplett, wenn man sich auf Berater verlassen kann, die die Probleme ausbügeln.
Im zweiten Halbjahr stand dann der neue Vereinsbus an, der durch Unterstützung des Autohaus Bernhard und der Medieninsel sehr schön und unverkennbar beschriftet ist. Des Weiteren wurde unsere gemeinsame Kindersportschule mit dem TSV Oberreitnau und dem TSV Schlachters ein Jahr alt und konnte nach dem 1. Lindauer Kindersporttag nochmals gehörigen Zulauf verzeichnen.
Mit dem Bereich Kindersportschule hat auch unser Betriebssport-Angebot für Unternehmen zu tun, denn unsere Sportlehrerin bietet seit Oktober im Finanzamt eine Rückenschule an. Voraussichtlich kommt da im ersten Quartal 2018 noch eine weitere Firma dazu, die ihren Mitarbeitern ein hochwertiges Gesundheitssportangebot machen möchte.

Ein Verein wie unser TSV Lindau findet zwar für die Mitglieder fast ausschließlich hier in Lindau statt, dennoch gibt es viele Verknüpfungspunkte zu Verbänden und überregionalen Partnern. Hier war im Jahr 2017 ebenfalls ein Jahr des Aufbruchs. Beim Verbandsmentoring-Programm des Bayerischen Landessportverbands nahm Dominik Moll teil und konnte von seinem Mentor Jörg Ammon (Vizepräsident Finanzen im BLSV und Vorsitzender eines Sportvereins in Nürnberg) während des Projekts und darüber hinaus sehr viel für den Verein, über den Verband und für sich persönlich lernen. Ein gelungenes Projekt.

Beim Sportkreis Lindau, der kleinsten Gliederungseinheit des Landessportverbands sind drei Mitglieder unseres Vereins engagiert. Seit der Wahl beim Sportkreistag im November stellen wir die folgenden Positionen: Stellvertretender Vorsitzender (Wilfried Fuchs, Schwimmen), Kassier (Dominik Moll, Floorball), Beisitzerin Sportjugend (Maria Schick, Judo). Unsere Partner der Kindersportschule sind in der Bayerischen Sportjugend im Kreis Lindau aktiv: Kreisjugendleiter (Benny Taylor, TSV Oberreitnau), stellvertretender Kreisjugendleiter (Florian Altmannsperger, TSV Schlachters).

Unsere internen Überlegungen und Bemühungen, den Betrieb des Vereins für die Übungsleiter und Abteilungsverantwortlichen einfacher und schneller zu machen, mündeten in einem so genannten White Paper zur „Digitalisierung im Sportverein“. Hier sind die grundsätzlichen Ideen und erste umgesetzte Projekte aufgeführt, die anderen Vereinen helfen können, dieses Thema auch anzugehen. Eine Folge des Dokuments war die Einladung von Dominik Moll zum Sportentwicklungstag des Württembergischen Landessportbunds in Stuttgart, wo er einen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion zu diesem Thema hielt. Im Dezember folgte dann eine Einladung zu einem „Ideenworkshop für gemeinnützige Organisationen“ bei Google in München, wo vor allem moderne Konzepte zur Ideenfindung und –beschreibung im Team im Mittelpunkt standen.

Im Dezember feierten die Abteilungen dann zusammen beim Nikolausturnen und nochmals jede für sich den Jahresabschluss. Die Floorballer beschlossen bei ihrem Weihnachtshock, den Antrag an die Mitgliederversammlung 2018 zu stellen, eine eigene Abteilung zu werden. Der Spielbetrieb hier hat sich mit regelmäßig ca. 12-15 Sportlern verstetigt und erste Turnierteilnahmen sind erfolgt. Im Mai 2018 steht der erste Heimspieltag in der Bayerischen Hobbyturnierserie an.

Sicherlich ein Wehmutstropfen ist die gefühlt geringere Präsenz unseres Vereins in den lokalen Medien, die vor allem im zweiten Halbjahr sehr vom Fußball dominiert waren. Objektiv haben wir aber weiterhin alle unsere Berichte veröffentlicht bekommen. Natürlich ist aber eine Ungleichbehandlung von Fußball und Eishockey gegenüber unseren anderen Sportarten zu verzeichnen. Hier können wir nur weiter Arbeiten, unsere Berichte auch über die sozialen Medien mehr zu teilen und sie so in den informellen Medien wichtiger zu machen.
Der Mitgliederentwicklung hat auf jeden Fall die mediale Fokussierung auf andere Vereine nicht geschadet: Am Jahresende 2017 hat unser Verein 2166 Mitglieder und damit 4,16% mehr als Ende letzten Jahres.

Als persönliches Fazit bleibt bei mir ein schönes Jahr mit einigen traurigen Tagen. Unser Verein als Gemeinschaft wächst und wird jeden Tag ein wenig stärker. Die Kontakte zwischen den Abteilungen wachsen und immer mehr Abteilungen nehmen z.B. an den Stadtmeisterschaften der anderen Abteilungen teil. Der TSV Lindau wird in Lindau als leistungsfähiger Verein gesehen und ist für Sportler, die nicht vereinsgebunden sind, oft der erste Anlaufpunkt. Unsere Mitgliederentwicklung gibt den Abteilungsleitern recht, die sich über regen Zulauf freuen können, wenn die ersten Kinder aus den KiSS-Gruppen in die Abteilungen wechseln, wird auch der Jugendbereich sicher in allen Abteilungen weiter gestärkt. Für die verschiedenen täglichen Aufgaben haben wir im Verein unsere Geschäftsstelle mit Bettina Weishaupt und Petra Nowak, denen ich ganz ausdrücklich für ihren riesigen Einsatz danken möchte. Sie engagieren sich über das „Soll“ weit hinaus und helfen so unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern, ihre Arbeit zu erledigen.
Mein Dank geht auch an alle ehrenamtlich Engagierten unseres Vereins. Mehr als 6.600 Sportstunden pro Jahr, mehr als 3.000 Organisationsstunden pro Jahr sind nur Kennzahlen. Keiner von uns wollte in einer Stadt ohne unseren Verein leben!

In diesem Sinne wünsche ich allen Mitgliedern, Freunden und Partnern einen guten Rutsch ins neue Jahr, ein erfolgreiches und friedvolles Jahr und dass die eigenen Ziele ein Stück näher kommen mögen.

Dominik Moll
Präsident des TSV Lindau von 1850 e.V.